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Museum für Lebensgeschichten

 

Mit dem „Museum für Lebensgeschichten“ wird anhand kleiner Ausstellungen das Leben von Menschen aus der Region festgehalten und bekannt gemacht. Idee und Namen dafür stammen von H. R. Fricker. Im Ort Speicher in Appenzell, im dortigen Altenwohn- und Pflegezentrum wurde 2005 ein erstes Museum gestaltet.
Auch in Hard werden wir das einzigartige Leben von Personen, die in der Gemeinde gelebt haben, nachzeichnen. Damit wollen wir sie und auch die Umstände ihrer Zeit vor dem Vergessen bewahren und ihr Wirken würdigen. Eine Gemeinschaft besteht aus vielen einzelnen Menschen, die alle ihren Teil in die Gesellschaft einbringen. Gleich wie großartig oder bescheiden, bekannt oder unbekannt ein Leben gestaltet wurde – im Museum für Lebensgeschichten werden die unterschiedlichsten Persönlichkeiten vorgestellt.
Diese Museums-Idee wird vom Seniorenhaus am See und dem Gemeindearchiv der Marktgemeinde Hard verwirklicht.
Weitere Informationen erhalten Sie auch im Bereich Kultur unter www.hard.at.

Die erste Ausstellung beschäftigte sich 2014 mit dem Leben von Othmar Windbichler. Othmar wurde am 8. Juli 1938 in Graz geboren und lebte ab seinem fünften Lebensjahr, bis zu seinem Tod am 5. Dezember 1998 in Hard. Er lernte nie lesen und schreiben. Othmar arbeitete sein ganzes Berufsleben als Straßenkehrer gewissenhaft im Gemeindebauhof. Er hielt Festreden bei verschiedensten Anlässen, führte manche Umzüge im Dorf an und war begeisterter Fußballfan. Durch seine besondere Art konnte er sich großer Bekanntheit und Beliebtheit erfreuen. In dem aufliegenden Begleitheft zur Ausstellung wird die Lebensgeschichte von Othmar Windbichler detaillierter beschrieben.

In der zweiten Ausstellung 2015 stellen wir das Leben und Wirken von Frau Ida Wipplinger vor. Sie war eine sehr aktive und fachlich hervorragende Hebamme, die in Hard zuerst als Hebamme im gemeindeeigenen Entbindungsheim gearbeitet und danach über 20 Jahre ein eigenes Entbindungsheim in der Hofsteigstraße 76 geführt hat. Sie hatte sechs eigene Kinder und war während ihrer gesamten Berufslaufbahen für 4000 Geburten verantwortlich. Frau Wipplinger ist mit mit 82 Jahren 1993 verstorben.

In der dritten Ausstellung, die am Montag, den  26. September 2016, um 19:00 Uhr, eröffnet wird, stellen wir das Leben von Manfred Dörler in den Mittelpunkt. Herr Dörler war aktiver Pfadfinder, Gemeindepolitiker, langjähriger Geschäftsführer vom Institut für Sozialdienste, Landtagsabgeordneter und fünf Jahre Landtagspräsident. Er hat einige Initiativen gesetzt und die soziale und gesellschaftliche Landschaft in Hard und in Vorarlberg verändert und mitgestaltet.

 

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Begleitheft Othmar Windbichler